Was tun bei Wespen&Hornissen?

Wie jedes Jahr in den Sommermonaten häufen sich auch heuer wieder bei den Feuerwehren die Anrufe von Bürgern, die sich durch ein Wespen-, Bienen- oder Hornissennest in ihrer unmittelbaren Umgebung bedroht fühlen.

                                       


Zunächst sei vorweg gesagt: sämtliche in Deutschland heimischen Wespen - und Bienenarten sind vollkommen FRIEDFERTIG und stechen nur, wenn sie sich akut bedroht fühlen!

Viele Bürger sind der Meinung, die örtliche Feuerwehr wäre für die Entfernung dieser Nester zuständig. Tatsächlich jedoch darf die Feuerwehr nur in den wenigsten Fällen tätig werden. Betroffene Personen können sich zwar bei der örtlichen Feuerwehr oder dem Notruf Rat holen, müssen aber meistens an gewerbliche Kammerjäger, Insektenvernichter oder Imker verwiesen werden. Hilfe bietet auch das Landratsamt. Der Grund hierfür ist, dass die kommunalen Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht in Konkurrenz zu den gewerblichen Schädlingsbekämpfern treten dürfen. Nur in begründeten Ausnahmefällen, zum Beispiel bei Gefahr im Verzug, wird die Feuerwehr tätig. Dazu gehören beispielsweise Nester in städtischen Gebäuden, wie Kindergärten, Schulen und auf Spielplätzen. Im privaten Bereich wird die Feuerwehr nach strenger Abwägung nur z.B. bei Allergikern tätig.

Ausserdem sind Bienen und Hornissen durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Daher ist das nicht genehmigte Fangen und Verletzen der Tiere oder gar das Zerstören ihrer Nester verboten (auch für Feuerwehren) und zieht empfindliche Geldbußen nach sich. In der Regel reicht es aus, einen gewissen Abstand (3-4Meter) zum Nest zu halten, um die Tiere nicht zu reizen. Sollte es dennoch zum Stich kommen, ist es nicht weiter gefährlich und der Stich selbst schmerzt in der Regel nur ein wenig. Linderung verschafft dann die Kühlung der Stichstelle mittels Eis oder Kühlpack.

Ausgenommen hiervon sind Personen die allergisch auf bestimmte Bestandteile des Insektengifts reagieren. Sie müssen schnellstmöglich medizinisch versorgt werden, da in sehr seltenen Fällen ein allergischer Schock verbunden mit Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit und/oder Zuschwellen der Atemwege die Folge sein kann. Wenden Sie sich in solchen Fällen umgehend an den Notruf unter der Telefonnummer 112.

 

                                       

 

 

 

 

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